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Daniel Schuhmacher
Äußerer Mühlweg 13
88630 Pfullendorf

Damit eure Autogrammwünsche erfüllt werden können, legt bitte einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag bei.

 

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29.12.2011  2011: Einmal zum Mond und wieder zurück für Daniel Schuhmacher

Mona:
Im Herzen gibt es keine Kilometer, im realen Leben aber doch. Und so konnten leider nicht alle Daniel Schuhmacher Fans an so vielen Events teilnehmen, wie sie es gerne getan hätten. Aber sie sind bereit, eine ganze Menge Kilometer zurück zu legen, wenn es die Umstände erlauben und weite Wege auf sich zu nehmen, wenn es heißt, zu einem Auftritt oder einer Autogrammstunde zu fahren.
An einer Umfrage auf Facebook haben sich 106 Fans beteiligt. Sie bringen insgesamt 626.324 km zusammen für das Jahr 2011 - damit kommt man fast einmal zum Mond und wieder zurück. Pro Person sind das immerhin 5.908 km! Der geringste Beitrag, den ein trotzdem stolzer Fan leisten konnte, waren 37 km, die meisten Kilometer, die von einer Person gefahren wurden, waren sage und schreibe 22.961 km.
Da kann man nur sagen: Daniel Schuhmacher ist nicht nur ein begnadeter Sänger, er sorgt auch noch für Aufschwung im Transportwesen und der Touristikbranche. Denn all diese Menschen mussten bei solchen Entfernungen auch übernachten und essen und Eintritte bezahlen. Und bei vielen wurde mit den Kurztrips auch gleich noch der ein oder andere Städtebesuch verbunden.
Die einhellige Aussage von allen glücklichen Fans lautete: Jeder Kilometer hat sich mehr als gelohnt und jeder wäre bereit, sie sofort noch einmal zu fahren. Na, da wird in 2012 bestimmt reichlich Gelegenheit dazu sein...

 

17./18.12.2011  Kühtai - "Ein Traum in Weiß"

Mona:
Am Anfang war es ja nur eine verrückte Idee - mal so eben für 2 Tage von Hamburg zu Race-4-Kids nach Kühtai übers Wochenende - ohne einen Resturlaubstag. Aber wenn man als Daniel-Fan erst einmal anfängt zu recherchieren, wie und womit die An- und Abreise funktionieren könnte, erscheint plötzlich immer ganz schnell der "Buchen" Knopf auf dem Bildschirm - ob beim Flieger, beim Hotel, bei Bahn oder Bus. Und dann ist der Wille meist zu schwach, die rechte Hand von der Tastatur zu zerren und schon ist es passiert - und man ist wieder mitten drin und dabei beim nächsten Daniel-Event.
Diesmal war es ja auch für einen guten Zweck und so hab ich auch gleich noch Maria und Uwe hemmungslos mit ins Verderben gerissen ;) Da wir das ganze recht kurz entschlossen entschieden haben, blieb uns nur die Übernachtung im Luxushotel - aber man gönnt sich ja sonst nichts. Und wie immer war die Reise wieder jeden Cent und jeden Kilometer (und jede Falte mehr im Gesicht) wert.
So ging es am Freitag also nach der Arbeit erst einmal los mit dem Flieger nach Salzburg. Ausgerechnet an diesem Tag musste sich "Joachim" bemerkbar machen und so wurde der Flug zur Zitterpartie. Erst hab ich gezittert, ob er überhaupt geht und als ich dann im Flugzeug saß, hab ich gezittert, ob wir die Landung überleben. Ich kann nur sagen, der Pilot war ein echt cooler Hund!
Von Salzburg hab ich nichts gesehen; es war dunkel, als ich ankam und es war dunkel, als ich am nächsten Morgen abfuhr. Aber mein Highlight fand ja auch wo anders statt. Mit dem Zug ging es weiter nach Innsbruck, wo ich mich mit Maria und Uwe traf und wir auch zufällig noch Adele und Franzi aufgabelten. Mit dem Bus dann weiter nach Kühtai - hinauf auf die Höhe und hinein in den Schnee und ins Vergnügen.
Das Hotel erwies sich als wahres Juwel - wir durften uns die Zimmer aussuchen und bekamen auch noch das Abendmenü umsonst. Der erste Weg führte uns jedoch auf die "Rennpiste", um gleich mal nach den anderen Fans zu sehen und den Glühwein zu testen. Wir hatten echt mega viel Spaß und haben schon mal dafür gesorgt, dass "On a new wave" gespielt wurde. Und falls Daniel zeitliche Probleme bei der endgültigen Fertigstellung seines Videos kriegen sollte (weiß gar nicht, wie ich da jetzt drauf komme...) - also wir hätten das Ding schon im Kasten :P Die Choreo hatte etwas sehr spontanes und die Outfits waren der Wahnsinn! Und mit den einheitlichen Daniel Mützen erinnerte das ganze ein wenig an "Männer allein im Wald" - nur eben in der Frauenvariante. Der Nachmittag war dann wie es so schön heißt "zur freien Verfügung" und ich hab ihn entspannt in Sauna, Bett und Badewanne verbracht. Und aus den leicht beschlagenen Fenstern immer der Blick auf die schneebedeckten Hügel - herrlich!! Erholung pur!!
Nach dem leckeren Abendessen mussten wir uns dann aber beeilen, um ins Hotel Alpenrose zu kommen zur Hüttenparty. Dort ließen wir höflich - wie Daniel Fans eben sind - einen peinlichen Auftritt von Dave Kaufmann über uns ergehen. Nachdem unser Mitklatschen dazu führte, dass dieser Mensch plötzlich zwischen Maria und mir hing und ich mich schon fragte, ob ihm schlecht war oder das zur Kategorie "Charmattacke" zu rechnen ist, bin ich echt am Überlegen, ob man wirklich immer respektvoll jede Leistung anerkennen sollte...
Nachdem dieser Auftritt überstanden war, kam endlich Daniel mit "On a new wave". Die Leute gingen begeistert mit und der tosende Applaus am Ende kam nicht nur von uns Fans. Leider war ein Auftritt von Daniel eigentlich gar nicht geplant gewesen (zumindest nicht von ihm) und so blieb es bei diesem einen Song. Ich fand es aber richtig toll, dass er sich spontan dazu bereit erklärt hat und wahrscheinlich dank SWR am Vorabend auch das Halb-Playback dabei hatte.
Danach kam dann Disco Muke und die war so laut, dass man fast einen Gehörsturz bekam. Also Unterhalten war nicht wirklich Programm. Aber als sich dann Daniel zu uns gesellte und zu quatschen anfing, haben wir eben versucht, so gut es ging mit Gebärdensprache zu arbeiten, denn Lippen lesen ist bei seiner Sprachgeschwindigkeit nicht wirklich eine Option. Es war aber trotzdem sehr lustig und er war trotz der anstrengenden Tage und der langen Fahrt super gut drauf - witzig, fröhlich, sprudelnd. Er hat aus allen Knopflöchern gestrahlt, bis er von seinem Rennteam zur Taktikbesprechung für den nächsten Tag bei einem Gläschen Schnaps abbeordert wurde. Kati konnte noch ein wenig länger in unserer Runde sitzen bleiben, bevor sie dann doch besser mal auf die Suche nach Herrn Schuhmacher und den Schnapsgläsern ging... Wir konnten uns eine Stunde später bei der Verabschiedung aber nochmal davon überzeugen, dass Daniel keinen Alkohol braucht, um überschwängliche gute Laune zu verbreiten.
Um 1 Uhr hatte der DJ es geschafft und wir gönnten Kopf und Ohren die wohl verdiente Ruhe. Schließlich war am nächsten Tag um 10 Uhr das abschließende Fahrertraining angesagt und da hieß es natürlich als Unterstützung auf der Piste stehen. Am Sonntag Morgen bekam Daniel erstmal ein paar Runden Einzeltraining und schnell wurde klar, dass der Underdog gar nicht so schlecht in der Kurve lag. Und schnell wurde auch klar, dass er mit Abstand mit der größten Fankurve angereist war. Wir standen wie ein Mann hinter unserem Team 1 und der Sieg konnte eigentlich nur durch eine Regeländerung und das Hinwegsetzen des Moderators über die Rennleitung verhindert werden.
Aber Dabei sein ist alles - und mehr dabei als Daniel und wir es waren geht nicht. Wir haben gejubelt und angefeuert und wenn Daniel grad nicht im Wagen saß, stand er mitten zwischen den Fans und bald wuchs auch der Kreis seiner Mannschaft und der Fanpulk zu einem großen Haufen zusammen. Es wäre sicherlich sehr witzig gewesen, mit einer Luftkamara die Massenverschiebungen zu beobachten, wenn Daniel ein wenig seinen Standort veränderte ;) Wir haben so viel gelacht und am Ende löste Daniel sogar noch sein Versprechen von der Schneeballschlacht ein. Mit völlig durchnässten Hosen hat er dann zum Abschied jeden gedrückt und Autogramme geschrieben und Fotos gemacht.
Daniel ist und bleibt für mich eine Ausnahmeerscheinung was Fannähe betrifft. Er ist mit einer Leidenschaft und Energie bei der Sache und vermittelt eine Leichtigkeit im Umgang mit allen Menschen, dass man immer wieder vergisst, dass es eigentlich sein Job ist und er auch müde oder gestresst sein könnte. Ja, natürlich kann man sagen, das gehört zu seinem Beruf als Künstler dazu. Aber wie in jedem Job kann man manche Aufgaben eher als Dienst nach Vorschrift erledigen oder eben dafür brennen - und Daniel gibt immer 150%!
So hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht, als ich am Abend erst in den Bus nach Innsbruck und dann in den Nachtzug nach München und schließlich Hamburg stieg, Und es hielt noch immer an, als ich nach einer schnellen Dusche am nächsten Morgen auf der Arbeit ankam und dem ersten Mitarbeiter ein fröhliches "guten Morgen" entgegen schmetterte. Und ich hab beschlossen, dass ich auf dieser Wolke noch bis zum Jahreswechsel sitzen bleibe...

 

Mein persönliches Tourtagebuch 2011 und das Drumherum
von Maria

13.11.11. Heidelberg:
Im Zeichen von Vertigo
Im „Zeichen des Zorro“, das ist bestimmt fast jedem geläufig. Aber für mich war in Heidelberg echt alles „Im Zeichen von Vertigo“. Der Song hat sich für mich eigentlich an die Spitze meiner persönlichen Favoriten katapultiert. Und bei der Interpretation an diesem Abend sowieso. Wie den Daniel dieses mal rübergebracht hat, dass war ohne Zweifel absolut grandios. Die ganze Mimik und Gestik, die Ausdrucksstärke und die Darbietung gingen mit echt unter die Haut. Ich hatte das Gefühl, auf der Bühne kämpft Daniel selber bei dem Song mit dem inneren Dämon. Überhaupt nimmt man Daniel jede Silbe und jeden Ton komplett authentisch ab. Wenn man überhaupt aufmerksam Daniels Darbietungen folgt, dann sieht und merkt man immer, wie er wirklich bei jedem seiner Lieder richtig in „seine Welt“ abtaucht, es er- und durchlebt und wirklich erst beim letzten Ton wieder in die Realität, in diesem Fall, sein Auftritt auf der Bühne, zurückkommt. Allein das so zu beobachten ist echt Wahnsinn und automatisch folgt man ihm in seine Welt, gezogen von einem unsichtbaren Band. Für mich ist es Magie.
Und seltsamerweise fällt mir jetzt wieder ein Song von Queen mit dem Video dazu ein „A kind of Magic“. Genau dieser Zauber kommt da für mich rüber. Und ich schrieb ja schon, ich liebe Queen und besonders Freddie Mercury und ich mache absolut keinen Hehl daraus, wenn ich schreibe, ich liebe Daniel mit diesem Lied bzw. das was er jetzt alles macht und bewegt.
Für mich ist „Vertigo“ absolut grandios, anders kann und will ich es nicht sagen und ich könnte ihn mir so gut im Radio gespielt vorstellen.
Aber da sind leider noch einige Betonköpfe irgendwo da draußen, aber auch deren „Wall“ wird hoffentlich bald zu bröckeln beginnen. Es wird Zeit, sich dem Neuen zu stellen und sich auf das zu besinnen, was wir auch im eigenen Lande mehr als nur gut können. Ich bin ja unverbesserlicher Optimist und ich glaube da ganz fest daran, dass wir eines Tages einfach mal so das Radio anschalten und dann uns eine wunderbare und bekannte Stimme entgegenklingt.
So unscheinbar für den ersten Moment auch die Location „Halle 01“ in Heidelberg erst erschien, das war drinnen echt eine urige Bude mit Flair und ganz vielen Leuchten und Lampen, die wie lauter kleine Glühwürmchen an der Decke schwebten und umso bombastischer war der Auftritt. Ich habe ja bisher jedes Mal gedacht „DAS war der Auftritt“, aber nein, es geht jedes Mal immer noch ein Stück weiter und höher. Ich wage noch gar keine kühnen Gedanken ans Tourfinale in Köln verschwenden. Wenn das so kontinuierlich und überraschend weitergeht, wie bisher, dann haut es mich aus den Puschen.
In Heidelberg war Daniel ein herzerfrischender, schlagfertiger Entertainer, ich habe Tränen gelacht bei seiner Performance und bei den witzigen Anekdoten aus seinem privaten Umfeld, mich absolut bestens unterhalten und von den tollen Songs verzaubert gefühlt. Für mich ein absoluter Spitzenabend. Ich schau ja auch immer gern mal in „fremde“ Gesichter und darin kann man auch immer lesen, wie in einem offenen Buch. Und das, was ich darin lesen konnte, erfreute mich ungemein. Ich bin mir sicher, diesen Abend werde ich so schnell nicht vergessen, d. h. eigentlich die ganzen Tage davor auch nicht.
Tja und das wunderbare ist, es kommen noch weitere. Schöner kann es gar nicht sein.
Also, dass man nach so einen Daniel-Auftritt teilweise immer noch leicht im Parallel-universum ist, dass hat sich sicher schon in den vorweg beschriebenen Zeilen herausgestellt. Aber teilweise nimmt es schon beängstigende Züge an und ich hab doch tatsächlich auch wieder einen „Bock“ geschossen. Immerhin hatte ich die richtigen Züge erwischt, das ist schon mal gut und ganz locker flockig habe ich mir die Rückfahrt von Nürnberg bis zu meiner Home-Station in Mitteldeutschland schön gemütlich im Speisewagen oder besser gesagt Bistro versüßt. Eins muss man der DB ja lassen, wenn sie auch permanent einen sonst an den Rand des Wahnsinns treibt, guten Kaffee können die machen. Und ganz nach dem Credo „Was Lacostet die Welt, Geld spielt keine Rolex“ habe ich mir dort auch vorgenommen, einen leckeren Salat zu schlemmen. Das alles wurde auch beschwingt in die Tat umgesetzt, aber sich die ganze Zeit nebenbei auch wieder mit dem Lieblingsspielzeug, meinem jetzt so unheimlich aufgehübschten IPhone, beschäftigt. Dabei habe ich mich schon köstlich über einige Einträge und Kommentare auf OnStage amüsiert und natürlich, wie kann es anders sein, noch die „richtige“ Musik dabei gehört. Also, komplett akustisch und visuell „Verschuhmachert“. Der Salat kam und da ich es gern immer recht kräftig mag, habe ich behände und locker-flockig zum Salzsteuer gegriffen, um dort noch ordentlich eine Prise Schmackes darauf zu setzen.
Multitask ist eben doch nicht immer gut!
Das kurze wundern im Augenwinkel, was die DB doch für ungeheuer große Salzsteuer hat und es sich auch noch leisten kann, diese mit großkörnigem Meersalz auszustatten, machte gleich der jähen Erkenntnis Platz (bloß zu spät), dass es für Zucker allerdings schon grobkörnig genug war. Oups! Ein bisschen entgeistert habe ich schon dreigeschaut. Das war soeben der klassische Fehlgriff. Kulinarisch hatte ich soeben den ansonsten sicher echt leckeren Salat mit Putenbrust komplett hingerichtet. Vorsichtig ließ ich den Blick wandern, ob mich jemand als Geschmacksbarbar beobachtet hatte. Ich konnte ja noch nicht mal dreist reklamieren, es war ja eindeutig Eigenverschulden.
Himmel, jetzt hatte ich allerdings echt und wirklich zu tun, den sich in mir mächtig aufbäumenden Lachanfall zu unterdrücken. Da blieb nur eine Erkenntnis: „Man Mariechen, du bist komplett verstrahlt“.
Naja, ich war tapfer und habe entschieden, es hat trotzdem geschmeckt, das hat man halt nicht alle Tage und es war eine neue Gaumenerfahrung für mich. So was kommt nun mal von so was. Auf jeden Fall war es für mich wieder ein absolut megatoller Eventauftritt gewesen mit allem Drum und Dran. Egal ob wieder voll musikalisch geflasht, kurzzeitig orientierungslos, oder auf auch einmal auf neuen, delikaten Pfaden wandelnd.
Es hat sich einfach nur wieder gelohnt, bis in die letzten Spitzen.
Und jetzt kam Tourhalbzeit! Das bedeutete jetzt 11 Tage wieder normalen Alltag, normalen Wahnsinn und normales Leben. Das war ich gar nicht mehr gewöhnt!
Und schon bei dem Gedanken stellten sich bei einem die Entzugserscheinungen ein. Da bliebt nur eins! Da musste man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Das Beste daran war, damit konnte man gleich in Dresden beginnen.
Aber wie gesagt, bis dahin war es noch weit, so unendlich lange weit. 11 schrecklich lange Tage!

 

07.11.11. Hamburg:
Clubatmosphäre vom Feinsten

Das war für mich der bis dato eigentlich am schwierigsten zu realisierende Termin. Denn ausgerechnet an diesem Tag brannte bei uns dienstlich echt der Baum. Da hatte ich echt schon im Vorfeld alles hin- und her überlegt, ob und wie ich das schaffen könnte. Zumal man die ganze Woche vorher ja schon urlaubsmäßig nicht Vor-Ort war. Ich war echt selig, dass ich das Okay bekommen hatte, dass ich ab Mittag los konnte. Deswegen war für mich der Hamburg-Termin wirklich ein echtes Hasardeur-Event. Zum einen dienstlich doch vormittags noch straff seinen „Mann“ (okay „Frau“) zu stehen und dann mit wehenden Fahnen und hängender Zunge nachmittags zum Bahnhof zu hecheln und in Richtung Hamburg zu düsen. Und zum anderen in der Nacht bzw. mehr früh wieder von Hamburg loszufahren und dann im Stechschritt geradewegs wieder gleich am nächsten Tag früh, mit den Händen an der Hosennaht, straff im Büro zu sein. Der ganze Plan war bekloppt, aber theoretisch realisierbar. Dass es eine kleine und glückliche Fügung in diesem Plan gab, das habe ich erst an selben Tag morgens erfahren. Der Durchmarsch- und Antrittsbefehl für den nächsten Morgen war aufgehoben, ich hatte meinen Urlaub für den 8. 11. doch bekommen. Jippie! Es konnte losgehen.
Aber was wäre eigentlich ein Tag, wenn mal etwas stur nach Plan A ablaufen kann? Nichts! Stimmt, das wäre nämlich unheimlich langweilig. Ein bisschen Adrenalien muss ja sein. Für meinen Geschmack an dem Tag allerdings ein Hauch zuviel. Ich bekam natürlich prompt mal wieder gleich ne ordentliche Dosis an diesen Tag noch verabreicht und musste zu Plan B greifen.
Man liebt sie doch – die Bahn. Was hat die nicht alles so drauf und kann man mit ihr erleben? Ich habe weiß Gott nun schon echt viel mit der erlebt und selten, dass ich zu oder nach einem Auftritt von Daniel mal nix exotisches erlebe.
Wer kennt sie nicht die üblichen Verspätungen, oder diese Sprüche, wie „Störung im Betriebsablauf“, „hohes Fahrgastaufkommen“, „erhöhte Streckenauslastung“, „defekter Triebkopf“, „Kühe auf den Gleisanlagen“, „Ausfall der Stromversorgung“, „Gleisbruch zwischen X und Y“ oder aber leider auch „Personenschaden mit staatsanwaltlichen Ermittlungen“.
Wenn man bei ersteren noch mit „typisch Bahn“ reagiert, so wird man doch bei letzteren recht blass und weiß das in seiner ganzen tragischen Dimension zu deuten.
Genau diesen Spruch musste ich nämlich hören, als ich schon recht unruhig endlich am Bahnhof ankam und mir da gleich Schreckliches schwante. Wenn auch die Aussage für die andere Strecke galt, so war doch auch die Richtung betroffen, in welche ich wollte und mein Zug wurde da schon mit unbestimmter Verspätung angekündigt.
Da stand ich echt plunderteilchenbleich im Bahnhof und so gar nicht ladylike entfuhr mir ein lautes „S......!“ Zum Glück haben wir ja zwei Bahnhöfe in der Stadt und da bestand immerhin noch eine reale Chance, von dort aus nach Hamburg zu kommen. Also, Plan B musste jetzt zum Einsatz kommen. Im Reisezentrum stand ich dann wirklich echt schon auf den Zehenspitzen, wie beim pas de deux und ich muss wahrlich beeindruckend im Auftreten gewesen sein (wahrscheinlich dachte die DB-Angestellte, ich zerre die über den Tresen), denn ich wollte nur sehr, also äußerst nachdrücklich einen Zug, der mich spätestens um 19 Uhr in Hamburg aufschlagen lässt. Und den gab es!
Allerdings fuhr der schon in schlapp-knapp 10 Minuten vom anderen Bahnhof. Also, schnell in das nächste Taxi, den Fahrer mit klimperndem Wimpernaufschlag bezirrzt und um ordentlich Gummi gebeten und mit drei Minuten Verschnaufpause stand ich dann auch leicht fertig mit den Nerven und dem Rest der Welt, auch wirklich dort. Mit jeder Menge persönlicher gemurmelter Mantras und asiatischen ZEN hoffte ich nur noch, dass jetzt wirklich alles gut geht und ich ohne Verspätung oder noch anderer „Störungen im Betriebsablauf“ dort ankomme. Pünktlich um 19:30 Uhr bin ich wirklich leicht durch den Wind und echt fix und foxy im Stage Club angekommen und da war mir vor Aufregung dann doch etwas leicht mulmig und blümerant. Aber, das war alles glücklicherweise nur von kurzer Dauer, denn das freudige Hallo mit all den anderen liebenswert verrückten Fans, die tolle Atmosphäre in dem Club und die Freude auf Daniels Auftritt mit seinen genialen Jungs hat alles wieder ruckzuck wett gemacht.
Jetzt galt nur noch eins! Ich war da, alles ist gut – es kann losgehen!
Das war aber auch echt ein feines Clübchen.
Ne wirklich richtig coole Location. Ganz mein Geschmack, nicht zu groß, hatte einen schönen stimmigen Charakter, so einen Hauch Eleganz und strahlte echt Wohlfühlatmosphäre aus.
Und diese tolle Stimmung brachte auch Daniel mit seinen Jungs gleich vom ersten Ton an wieder rüber. Wie im Gänsemarsch flanierten sie durch das Publikum auf die Bühne und legten auch wieder gleich ordentlich los. Und gleich war man wieder vom ersten Moment an voll in den Bann gezogen und so langsam wurde man auch schon bei den ganzen Songs mehr und mehr textsicher, wenn man da wieder so richtig mit abgehen oder einfach nur wieder gebannt lauschen konnte.
Und chic sah bei diesem Auftritt Daniel aus. Mit tollem Blazer, dunkler Hose und weißem Hemd. Jeder Zoll ein Mister!
Allerdings kam er auch nach kurzer Zeit arg ins Schwitzen und pellte sich, sehr zur Freude zahlreicher Fans, zwiebelartig aus. Die ganze Stimmung im Club war unheimlich toll, die Leute gingen richtig mit und waren mit Begeisterung dabei. Und zu meiner großen Freude schaute ich auch in sehr viele völlig neue und unbekannte Gesichter und in anschließenden Gesprächen mit einigen Leuten war deren Überraschung und Begeisterung richtig zu spüren. Obwohl ich sagen muss, es hätten ruhig noch ein paar Leutchen mehr reingepasst, dass hätte die Kapazität des Stage noch vertragen, aber alles in Allem, es tat der ganzen tollen Stimmung keinen Abbruch.
Bewundernswert fand ich an diesem Abend auch Bernhard, der leider ja mit einem Handicap am Start war und wenn es jetzt auch witzig klingt, wirklich wie Mister Tentakel, alles einarmig, voll beherrschte. Es hatte ihn ja leider in Oberhausen ganz unschön erwischt und die Nachricht hatte schon bei den Fans für weißkäsige Gesichter gesorgt. Wir wussten alle, dass Bernhard im ganzen Team so etwas wie die „graue Eminenz“ im Hintergrund war und ist. Da ging schon ein erleichtertes „Puuuuh“ durch die Reihen, das Bernhard trotzdem mit an Bord war und die Band da ruckzuck eine richtig tolle Lösung gefunden hat. Die Band hat es eben einfach richtig drauf von A bis Z, da beherrscht jeder sein Fach und kann da kreativ einsetzbar sein.
Überhaupt kann man bei den ganzen Auftritten erkennen, was für eine unglaublich gute Symbiose zwischen Daniel und seinen Musikern herrscht. Da sind echt alle mit Feuereifer dabei und die funktionieren auf der Bühne in Einheit und wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk. Vollblutmusiker vom Scheitel bis zur Sohle!
Genau diese Professionalität und Harmonie ist echt sehens- und erlebenswert. Und man merkt auch deutlich, dass jedes einzelne Bandmitglied bei den Fans genauso ins Herz geschlossen wurde, wie Daniel. Die alle zusammen auf der Bühne zu erleben ist einfach sensationell. So wie man immer auch nur Superlative für Daniel hat, so trifft das auch haargenau auf die Band zu. Die Jungs sind absolute Klasse, die sind brillant, einfach exzellent! Da hat sich wirklich das zusammengefügt, was zusammengehört.
Ich selber war an diesem Tag irgendwie für mich wie in einem Kokon, diesmal war für mich persönlich alles eine Spur leiser angesagt. Während ich in Aachen und Oberhausen noch richtig mit abgerockt bin, so habe ich hier einfach teilweise nur noch geschaut und gelauscht und nur ab und an mal etwas in der Kamera für die Erinnerung festgehalten.
Alles, jeden Song, jede Ansage und Geste, habe ich wie einen warmen, wohltuenden Sommerregen empfunden und über mich ergehen lassen. Und diesmal brachte mich Daniels Gänsehautsong „Your Revenge“ komplett an die Klippen des Tränenmeeres. Keine Ahnung warum, aber wahrscheinlich hat sich an diesem Tag echt bei mir alles an Aufregung, Anspannung und Hektik zusammengerottet. Da ging bei mir außer Wasserkraft nichts mehr – Land unter! Passend zu Hamburg. Ich war an der Waterkant.
Aber im Grunde genommen ist es jedes Mal so, dass einen die Auftritte immer wieder komplett und total in den Bann ziehen. Was die Faszination ausmacht, das muss jeder für sich entscheiden. Ich für mich persönlich weiß es. Es ist einfach die Ausstrahlung und charmante persönliche Art eines unglaublich talentierten jungen Künstlers. Und immer wieder hat man nach einem Auftritt einen neuen Song als persönlichen Favoriten. Irgendwann bin ich die alle durch und jeder war einmal bei mir auf Platz 1.Selbst wenn ich jetzt diese Zeilen schreibe, so summt und brummt in mir ein „Blingbling von Rich“ oder ein „Its so sick von Vertigo“ immer unterschwellig mit.
Und so einen tollen Abend muss man auch gemeinsam noch ausklingen lassen, anders geht das gar nicht. Ich glaube, es wäre für mich das schrecklichste, wenn ich anonym zwischen den Leuten stehe und mich nicht über das Erlebte austauschen kann. Nur hin zu einem Konzert, es anhören und dann sang- und klanglos wieder weg – nee, für mich unvorstellbar.
So sind wieder einige von uns noch zum regen Gedankenaustausch, zum Abkühlen der Gemüter und Nachschwärmen zusammengekommen, um sich nicht nur kulinarisch für die kleine Stärkung, sondern noch mit den Konzertnachwehen zu laben. Für mich war es eh ganz gut, denn ich hatte eh nicht das Vergnügen mein müdes Haupt noch sinnumnebelt in Hamburg betten zu können. Für mich stand die Heimreise an und bis 3:31 Uhr konnte die Nacht schon recht lang sein und werden. Aber so was lässt sich ja mit allerlei neckischem Geplauder gut überbrücken, denn Gesprächsstoff hatten wir genug und irgendwann rollte auch mein Zug wieder durch die Reste der Nacht in Richtung Heimat und gefühlsmäßig ging es auch irgendwie richtig flott.
Tja und da es dann keinen Dienstantritt geben musste, da konnte ich auch wirklich glücklich und zufrieden mich komatösen Schlummer zu Hause hingeben.

 

4.11.11 Oberhausen:
Der Schacht wurde gerockt und meine Stimme hatte Schicht im Schacht

Die Nacht war wirklich kurz, allerdings im Vergleich zum Vortag schon wieder richtig lang und hatte somit den Hauch von Luxus, nämlich Schlaf.
Aber gleich gab es schon ein kleines Problem. Kaum die Augen auf, da merkte ich, mit vollem Betriebssystem wird das heute bei mir nichts. Ich hatte komplett die Stimme, wahrscheinlich in Aachen, verloren – total „out of order“ oder „rien ne va plus“!
Das wenige, was ich mühsam hervor gurgeln konnte, hörte sich an, als ob ein Kolkrabe eine Schachtel Reißzwecken gegurgelt hätte oder wie ein verstopfter ächzender Abfluss. Kein Wunder, wenn man zwei Tage vorher allabendlich den stimmlichen Overkill hatte. Aber selbst dieses Handicap tat der Bombenstimmung absolut keinen Abbruch, denn bis auf „stimmlos“ fühlte ich mich prächtig und war trotz alledem auch nicht bereit, echt die Klappe zu halten. Ich wollte schließlich in Oberhausen auch voll Einssatz zeigen und mich mit den anderen unbedingt vor und nach dem Konzert mitteilen. Klaro hatte ich jetzt die Witzelein auf meiner Seite, denn bereits in Aachen hatte Daniel selber auf der Bühne mit einer Erkältung zu kämpfen und da war auch die Stimme leicht angeschlagen. Das war schon echt witzig, Daniel hatte auch Probleme mit der Stimme und ich war komplett heißer bis hin zur Nuance „hauchzart am versterben“. Ein Schelm sei der, der Arges denkt! Wenn die Stimme nicht mitmacht, dann muss man eben anders seiner Begeisterung kund tun, da war ich echt flexibel. Auf jeden Fall freuten wir uns riesig und es war auch so, wie wir es erhofft und gewünscht hatten.
Und was soll ich sagen! Es war einfach nur geil!
Es war wie im letzten Jahr! Im Schacht ging echt die Post ab und das war wieder so eine granatenmäßig tolle Stimmung und Atmosphäre, wie auch ein Jahr zu vor und das Konzert war auch wirklich richtig gut besucht. Obwohl ja in diesem Jahr das Programm und die Songauswahl ja komplett anders, eben zu 98 % alles aus eigener Feder von Daniel war. Von Anfang an hatte Daniel wieder sein Publikum im Griff und wirbelte über die Bühne, dass selbst uns hartgesottenen Fans teilweise die Luft wegblieb und wir vor Staunen kaum zur Besinnung kamen. Uns präsentierte sich ja schon in Pfullendorf ein völlig neuer, ein anderer Daniel, aber hier unterstrich er wirklich noch einmal ganz deutlich seine Entertainerqualitäten. Daniel spielte, kokettierte, animierte und flirtete mit seinem Publikum, dass war echt unglaublich. Das war voller Funkenflug. Hätte man genau DAS vor über zwei Jahren einmal kühn über ihn prophezeit, dann hätte man vom seinem Gegenüber doch gleich und sofort mittig zwischen die Augen den berühmt-berüchtigen Punkt gezeigt bekommen und ein „niemals“ wäre einem entgegengeschallt. Umso schöner ist es jetzt ganz persönlich für mich, wenn ich dann in Gesprächen einigen Skeptikern oder ewigen Zweiflern echt immer den totalen Beweis liefern und gedanklich auch mal den Stinkefinger zeigen kann. Von wegen Castingstars tanzen nur einen Sommer! Ätsch, mein „Star“ tanzt und rockt jetzt schon den Dritten! Yeah!
Und nicht nur wir Fans und die anderen Besucher hatten im Schacht unseren Spaß, sondern auch Daniel mit seinen Jungs auf der Bühne. Die sind so ein perfekt eingespieltes und hervorragend abgestimmtes Team, das macht echt Freude das anzusehen und zu erleben.
Auch das ist immer so ein Aspekt, wo man merkt, dort oben auf der Bühne stehen absolute Vollblutmusiker mit Herz und Seele. Ich kann echt sagen, in Oberhausen wurde die Bude gerockt und man konnte oft gar nicht einfach nur ruhig dastehen und zuhören, bei mir tanzte echt jedes Molekül und die Gänsehaut war im nächsten Moment wieder da, wenn die gefühlvollen Songs, wie „Your revange“, oder „Don't to this to me” gesungen wurden. Und ein Blick über meine Schulter zeigte mir, dass auch mir neue und unbekannte Gesichter völlig gefangen waren und sich teilweise einige verstohlen ein Tränchen wegwischten.
Eins habe ich bzw. auch mein Mann allerdings diesmal wirklich fast komplett durchgezogen. Die Kamera blieb bis auf einige „Beweisfotos“, dass ich das Konzert in Oberhausen erlebt habe, rigoros aus! Es sollte mich bzw. uns diesmal wirklich nichts vor dem Gesicht stören und ich wollte Daniel absolut dieses einemal nicht zu einem Großteil durch das Objektiv erleben. Und ich habe es wirklich nicht bereut. Mein „Highlight“ war an diesem Abend echt „Dancefloor“, wo Daniel mit seinen Tanzeinlagen die anderen Auftritte echt toppte. Das war echt Holla die Waldfee und dem frenetischen Applaus und den lautstarken Zugaberufen nach zu urteilen, waren die lasziven Hüftschwünge des Herrn Schuhmacher ganz nach dem Geschmack des Publikums. Überhaupt fegte Daniel an diesem Abend über die Bühne wie ein kleiner Tornado. So langsam ahnten wir und dämmerte uns, was uns noch bei den anderen Auftritten erwarten würde, denn eins war schon jetzt deutlich sichtbar – Daniel legte jedes Mal, zu jedem neuen Auftritt immer noch eine Schippe drauf. Da konnten wir uns noch auf einiges gefasst machen.
Tja und dann kam wieder dieser unfassbare Moment, wo es hieß ... letzter Song ... und jedes Mal kommt wieder das „oooooooooooooh nein“ in einem hoch. Wo ist die Zeit hin? Wie kann das schon vorbei sein, dass hat doch gerade erst angefangen! Aber der Blick auf die Uhr zeigte leider die bittere Realität. Fast zwei Stunden wurde uns wieder ein wirklich unglaublicher Auftritt geboten. Mit allen Gefühlsklaviaturen, Gänsehaut, Sprachlosigkeit, verstohlenen Tränchen und Tränen vor Lachen.
So wundert es einen auch nicht, dass wenig später bei der Autogrammstunde dann ein großer Pulk von Leuten war, um Daniel herum standen die Leute dicht an dicht, da ging kein Blatt Papier dazwischen und eigentlich ist die Bezeichnung „AutogrammSTUNDE“ bei Daniel eh immer ein Witz. Diese Zeiteinheit umfasst 60 Minuten, aber eine „Autogrammstunde“ bei Daniel hat diese nur dem gewohnten Namen nach und ist da sehr singulär ausgedrückt. Da ist nach obenhin immer alles offen. Und auch der Merchandising Stand ist bei jedem Auftritt heiß umringt und die Artikel gehen weg, wie geschnitten Brot.
Für einige Schreckmomente sorgt an diesem Abend Tobi, der in diesem Fall in der Gestalt des geschichtlichen Hiob kam und so gar keine gute Nachricht hatte. Bernhard hatte sich verletzt! Ausgerechnet jetzt, wo alles so phantastisch lief! Aber wenn es eins gibt, dann ist das der unerschütterliche Optimismus und das Daumendrücken von den Daniel-Fans. Wir waren der festen Überzeugung „Alles wird gut!“
Und wie immer nach so einem aufregenden Event, der Abend klang bis spät in die Nacht noch bei uns aus. Und Zeit war wieder nur eine physikalische Größe, denn mit Danielfans noch nachzuklönen, ist eine der schönsten Nebensachen der Welt.

 

03. 11.11 Aachen:
Wohnzimmeratmosphäre
Man konnte es kaum glauben, erst vor ein paar Stunden da waren wir voll überrascht worden und völlig aus dem Häuschen und jetzt ging das gleich in zweiter Runde weiter! So richtig Zeit hatte man ja eigentlich auch gar nicht gehabt, um das Erlebte zu verarbeiten, denn es ging ja schon nahtlos wieder in den nächsten Auftritt über Und das Verrückte war, man freute sich genauso irre darauf, obwohl man ja nun eigentlich wusste was kam – theoretisch. In der Praxis sah es anders aus, da war jeder Auftritt anders und zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nicht geahnt, dass es dieses mal noch einen Ticken anders und noch toller werden wird. So waren auch bei dem Auftritt einige Fans dabei, die in Pfullendorf nicht am Start sein konnten und denen es jetzt natürlich so ging, wie uns Stunden vorher. Während bei uns schon langsam Rhythmus in die begeisterten Bewegungen kam, da standen die anderen teils genauso sprachlos und fasziniert da, wie es einigen von uns, incl. mir vor ca. 24 Stunden ging.
Mit einem kleinen Zwischenstopp in Köln, wo es typischerweise pünktlich bei unserem kleinen Bummel anfing, mordsmäßig an zu regnen, ging es dann mit Anke heiter weiter nach Aachen. Die Location war diesmal von urig-rustikalem Charakter. Ein kleiner Club mit gemütlicher Atmosphäre. Hier war gleich klar, da gab es den ganz kurzen Draht zwischen Künstler und Publikum. Egal, wer dort auftritt. Wenn gleich ich die Location echt cool fand, so war ich dieses mal echt leicht angesäuert, über die Restauration, welche wir in der unmittelbaren Nähe zur körperlichen Stärkung fanden. Viel Zeit zur Suche hatten wir ja nicht und eigentlich klang es erst auch recht verheißungsvoll. So eine Kleinigkeit für den hohlen Zahn sollte es sein, aber ich gestehe, dass ich dieses mal wirklich mit Grimm den griechischen Tempelwirt aus der Eurozone gestoßen hätte. Dem war die Unlust ins Gesicht geschrieben und so schmeckte das auch, was er uns kredenzte. Von wegen, Essen hält Leib und Seele zusammen.
Ein Glück, dass es in Bälde was wirklich Ordentliches für die Seele, ähm Sinne gab, nämlich Daniels Auftritt.
Wenngleich er auch an diesem Abend leider mit seiner Erkältung leicht zu kämpfen hatte und es da stimmlich feine Nuancierungen gab, so tat das aber dem gesamten Auftritt absolut keinen Abbruch. Im Gegenteil, jetzt klang es teilweise herrlich verrucht rauchig und irgendwie dirty und im Entertainment legte Daniel da echt noch etwas drauf. Die Bühne war sein Wohnzimmer!
Witzig und charmant waren seine Ansagen und wieder fesselnd seine Darbietungen. Anderes kann ich es gar nicht sagen. An dem Abend, war es so, dass ich jetzt wirklich richtig bewusst die ganzen Lieder und auch die Interaktionen zwischen Daniel mit seinen Bandkollegen in mir aufnehmen konnte. Jetzt war dieses maßlose Erstaunen, dem „sich-mitreissen-lassen“ gewichen und zusammen mit Anke konnte ich herrlich abrocken. Mein musikalischer Favorit war eindeutig „I fell for you„ an diesem Abend. Eine richtig megatolle Dance Nummer. Die geht ab, wie Schmidt’s Katze!
An diesem Abend ist mir schon aufgefallen, wie genau und bewusst Daniel auch die Reaktionen seiner Zuhörer wahrnimmt. Da merkt man deutlich, dass auf der Bühne nicht einfach jemand nur sein Programm runterspult und es dass dann auch gewesen war. Hier war es eine ganz andere, eine ganz besondere Chemie, die zwischen Daniel und dem Publikum war bzw. eigentlich immer ist.
Die Stimmung war absolut hervorragend und ich glaube, es ging wirklich jedem Besucher irgendwie nahe, was Daniel sagte. Er lies auch seine Zuhörer wissen, das er heute die Gelegenheit hatte, jedem seiner Zuhörer persönlich in die Augen zu schauen. Das war für mich eine unheimlich tolle Aussage und auch hier merkte man wieder, was für Spaß Daniel auf der Bühne hatte und wie wichtig ihm der Umgang und die Reaktionen seiner Fans war bzw. ist.
Die anschließende Autogrammstunde hatte wieder einen unheimlich familiären Charakter und es hieß wieder anstehen und Geduld haben. Die Zeit ist zwar eine physikalische Größe, aber auch hier war sie wieder nicht messbar. Alles erlebt man irgendwie, als ob man neben sich steht. So tat man sich wieder sichtlich schwer von dem Erlebten loszulassen und wieder anzukommen. Zu schön war es, wenn man jetzt erleben konnte, wie es denen ging, für das es an diesem Abend das erste Tourerlebnis war. Ich hatte jetzt so ungefähr eine Ahnung, wie ich gestern durch den Wind geschossen war und reagiert habe. Auch das gegenseitige Verabschieden wollte diesmal nur schwer klappten, man konnte oder wollte sich einfach nicht trennen. Und so wurde es auch dieses mal wieder ein langer Abend und eine sehr kurze Nacht. Irgendwann sind wir in Dortmund nächtens aufgeschlagen, haben noch den Kühlschrank geplündert und uns die Wartezeit bis zur Abreise von Mona nach Hamburg noch mit Plauderei, Schwärmerei und dem Verarbeiten des Erlebten vertrieben. Aber irgendwann rückte der Zeiger auf nach 3 Uhr und jetzt forderten doch die fast zwei vorhergehenden, durchgemachten Tage und Nächte ihren Tribut – Im Türrahmen stand Morpheus und winke mit den Bettzipfeln und lockendem Finger und nahm einen dann kurze Zeit später behutsam in seine Arme.

 

Pfullendorf am 02.11.11:
Heimspiel, oder Spiel, Satz und Sieg
Ich konnte es kaum glauben, wir waren da, angekommen in Pfullendorf, wo sich schon vor dem eigentlichen Event jede Menge Fans im Restaurant Celentano getroffen hatten. Das ist auch so ein liebenswerter Brauch oder anderes gesagt, es ist Usus, das vor und nach einem Auftritt alle nicht einfach nur kommen oder gar schnell wieder an alle Himmelsrichtungen ausschwärmen. Ein Auftritt von Daniel bedeutet IMMER für mich und viele andere ein gemeinsames Treffen.
Schließlich muss man sich ja auch vorher einstimmen und danach immer alles wieder ausklingen lassen und vor allem das gerade das ausklingen, kann immer sehr ausgiebig und lang sein. Außerdem hatte ein lieber Fan Geburtstag und da musste schon mal ordentlich sich eingestimmt werden.
Also, begann später das Warten vor der Stadthalle und man freute sich gemeinsam auf die Besucher, die so nach und nach hinzukamen. Ich war wirklich mega gespannt, aber vor allem war ich wirklich ein bisschen auch aufgeregt. Wie wird es wohl werden?
Ich war so gespannt und aufgeregt wie vor einer mündlichen Prüfung und das lies erst wirklich mit den ersten Tönen von der Band nach. Schlagartig war jetzt Ruhe in mir und dann kam Daniel singend durch den Vorhang und legte voller Power mit „touch me“ los. Jeder kennt sicher das Gefühl, wenn im Bahnhof mit voller Fahrt ein Güterzug durchrast und man von dieser Sogwelle erwischt wird. So fühlte ich es fast, diesen Sog. Das war unglaublich, was sich mir auf der Bühne bot. Das Daniel überraschen konnte, davon hatte ich mich bei den zahlreichen Auftritten von ihm schon überzeugen können, aber was uns jetzt bot, das hat meine kühnsten Vorstellungen weit übertroffen. Ich habe teilweise echt nur ungläubig dagestanden, um dann aber auch wieder völlig mitgerissen zu werden und der Begeisterung der anderen zu folgen. Dass es mir nicht allein so ging, das haben mit die vielen zustimmenden und positiven Gesten und Blicke von den anderen auch gezeigt.
Ich kann beim besten Willen auch nicht sagen, welcher Song mir am besten gefallen hat an diesem Abend. Das war an diesem Band für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Da kam ich mir vor, wie ein Kind im Harrods-Warenhaus, vollkommen von den Eindrücken überwältigt. Ich war völlig hin- und hergerissen. Einmal war es der, dann wieder der andere, nein, nun doch dann dieser. Halt! Nein es war der und dann wieder der und jetzt, Kommando zurück, es waren ALLE!!!
Das hat eine Weile gedauert, bis ich das wirklich für mich persönlich durchsortiert hatte, das helle Licht in der Halle später war für mich wie ein Suchstrahl aus dem All. Das tat mir für Momente richtig weh, weil ich noch gar nicht wieder im Hier und Jetzt war bzw. noch nicht ankommen wollte.
In meinem Kopf schwirrte und summte es wirklich durcheinander. Tausend Takte und Melodien. Da musste ich erst mal wieder Ordnung und klare Linie reinbringen. So als Resümee würde ich sagen, war es an diesem Abend vll. dann doch irgendwie „Rich“. Denn da waren noch so unterschwellig rudimentär kleine Erinnerungen vom Hahnstättenauftritt in mir und bei den ersten Takten, da war die Erinnerung daran auch wieder voll da. Das „Blingbling“ klang und hallte in mir dann noch den ganzen Abend bzw. die Nacht in mir unentwegt, wie eine Kirchenglocke. Das war dann der Ohrwurm des Abends für mich. Aber auch das so unglaublich gefühlvolle „Nothing i wanna hear” ging mir echt durch Mark und Bein und da musste ich schon mal mächtig schlucken.
Ich war so fasziniert, begeistert und megaüberrascht von Daniels Auftritt und seiner unglaublichen Präsenz auf der Bühne, das lässt sich wirklich schwer, eigentlich unmöglich beschreiben. Das muss man einfach nur erleben. Dass Versprechen, welches er uns im Vorfeld gegeben hatte, dass es seine beste Tour wird, hat er vom ersten Auftritt an 100%ig, ach was! Hmmmmmzig prozentig eingehalten. Alles, was in der Vergangenheit auch nur im geringsten mit Casting & Co. zu tun hatte, dass hat Daniel mit diesem Tourauftritt komplett wie eine alte Haut abgestreift und meilenweit hinter sich gelassen. Das war Vergangenheit.
Jetzt stand dort auf der Bühne Phönix aus der Asche! Dass wir uns schon auf einen „neuen Daniel„ einstellen konnten, das haben uns seine Auftritte in Aurich und Koblenz schon bewiesen. Das war schon wie ein deutliches Wetterleuchten am Himmel zu bemerken und dann in Hahnstätten, da war es echt ein Songgewitter, was auf uns da niederging und komplett faszinierte. Die ganzen liebevoll arrangierten eigenen Songs waren dort der Vorgeschmack auf das was folgen würde.
Und es folgte diese Tour und jetzt der Tourauftakt, war für mich ein alles umreißender Tornado, in dessen Strudel ich mich zu gern saugen ließ. Für mich persönlich stand schon nach dem ersten Auftritt in Pfullendorf fest, dass war für mich das absolut Beste, das Unglaublichste und wirklich hammergeilste, was ich bis dato von Daniel mit seinen Jungs je live erlebt habe!
Nichts, aber auch absolut nichts erinnerte im Entferntesten daran, dass vor über zwei Jahren ein ruhig und etwas schüchtern wirkender junger Mann mit einer mordsmäßigen Soulstimme seine ersten zaghaften Bühnenschritte wagte.
Jetzt stand dort auf der Bühne ein fantastischer gereifter Künstler, ein Vollblutsänger und Entertainer, der eine Show ablieferte, die man einfach nur erlebt haben muss und der eine echt unglaubliche und unantastbare Coolness ausstrahlte.

Tja und einen gefühlten Wimpernschlag später, da war das irgendwie schon wieder alles vorbei und man war zurück im Real Live. Hui, da musste ich echt erst einmal durchatmen und kurz innehalten, um zu realisieren, was ich eben alles erlebt habe. Das erste was ich bei mir merkte, war ein leichtes ungläubiges Kopfschütteln und ein breites Grinsen im Gesicht, ein unbeschreiblich gutes Gefühl im Bauch und Sprachlosigkeit.
Wahnsinn, purer Wahnsinn, was da auf der Bühne abgegangen ist. Was hast du jetzt da erlebt und wo waren die letzten zwei Stunden hin? Zwei einfache Fragen, die auch nicht beantworten konnte. So ein bisschen musste ich mich erst einmal sortieren und so richtig wirklich war ich noch nicht wieder in dieser Welt angekommen. Das hatte wirklich etwas von „Erde an Maria, bitte melden! – Geht nicht, bin außer Betrieb!“
Dieses leichte Entrücktsein hielt noch einige Zeit an, selbst als ich mir dann am Merch-Stand den oberhammergeilen Daniel-Kalender un-, un-, unbedingt gegönnt habe und den mir auch zu gern von Daniel signieren ließ. Ach ja und seit diesem Tag liegt mein heißgeliebtes IPhone ganz besonders hübsch gebettet in einer tollen Hülle mit persönlicher Signatur von Daniel in meiner Hand. Ich würde sagen, die Technik wurde unheimlich edel aufgewertet.
Bei der anschließenden Autogrammstunde war wirklich echt etwas los, man hatte das Gefühl, alle Leute die da waren, wollten unbedingt an den Stand und sich ein Autogramm holen, ein paar Worte mit Daniel reden, ein Foto machen oder sich einfach nur treiben lassen. Wenn man das Gewühle alles so live miterlebt, da kann man wirklich wunderbare Studien machen.
Und es war dann auch irgendwie gar nicht so einfach, alle wieder zu versammeln, die auch irgendwie zusammengehörten. Die Zeit verging wie im Fluge, rann einem wie Sand durch die Finger, wenn man mit anderen Fans noch in den Erinnerungen der letzten Stunden schwelgte, schwärmte und schwebte. Aber irgendwann musste man sich ja trennen, denn in wenigen Stunden ging der herrliche Wahnsinn ja weiter. Aachen warf seine, wenn auch nebeldichten Schatten voraus und wir machten uns auf den Weg dorthin, oder mehr ins Übernachtungsdomizil, wenn auch ohne Schlaf.

Welche Zeit es genau war, kann ich gar nicht mehr sagen. Aber es war wirklich schon weit in Richtung Geisterstunde und als wir uns nun wirklich endlich auf den Weg in „Engels Burg“ (das Zuhause von Engel von OS) machen, da war die Stimmung im Auto echt völlig aufgekratzt und die Autofahrt war erst recht geschwätzig, aufgedreht und unheimlich lustig, aber dann wurde es merklich stiller, denn man hing plötzlich wieder den eigenen Gedanken nach und versank so in diverse Spielzeuge. Außer Engelchen, die musste aufpassen und fahren.
So versank ich in die Welt meines Smartphones und mein Mann, der Beste von allen, und meist so treuer Begleiter und Fotograf in spe bei allen Events von Daniel, der sichtete sein Fotomaterial und war erstaunt, was er wieder alles so vor die Linse bekommen hat. Irgendwie überkam uns doch noch so ein kleines Hüngerchen und wie eine strahlende Offenbarung leuchtete vor uns hell und goldgelb in der nebelwabbernden Dunkelheit etwas Wohlbekanntes auf, die Burgerbude schlechthin. Das unübersehbare große leuchtende „M“ von Mäces. Nicht gerade unbedingt mein favorisierter Gourmettempel, aber jetzt irgendwie durchaus passend. Also wurde schnell entschieden, sich noch einen spätmitternächtlichen lütten Snack zu gönnen und zielsicher wurde das „M“ anvisiert. Wir hatten noch kurz überlegt, ob wir den McDrive ansteuern, aber da fiel uns ein, dass da eine jetzt nicht „näher genannte Persönlichkeit“ mal eine Pleite erlebte und uns das auf Facebook auch zur sichtlichen Erheiterung sehr deutlich wissen lies. Da wurde jemand arg bös erwischt, denn statt sich genussvoll in den heiß erwartenden Burger zu versenken, waren nur die labbrigen Pommes in der Tüte. So genau wollten wir dann auch nicht nacheifern, also dann doch richtig in die Lokalität.
Irgendwie hatte die ganze Szenerie schon etwas von „Fog – Nebel des Grauens“ als wir dort so fast mutterseelenallein, reichlich weit nach Mitternacht, auf dem Parkplatz ausgestiegen sind und plötzlich war es da – ein ganz komisches und leicht unheimliches Gefühl. Kälte stieg an einem hoch! Dabei war ich doch gerade eben erst aus dem Auto heraus und schon war mir ganz sonderbar zumute. Augenblicklich fiel mir der Begriff „nebelfeucht“ ein und ein beherzter Griff an die Hose bestätigte mir das auch sehr deutlich. Im ersten Schrecken dachte ich schon ich würde „Lucrezia Inkontinenzia“ heißen, aber das gleiche erschrockene Gesicht hatte auch mein Mann, der sich ebenfalls deutlich unwohl an seiner Hose herumzupfte. Das war für den ersten Moment ein Rätsel, wie man so schnell eine nasse Hose haben konnte. Bis uns plötzlich einfiel, dass doch eigentlich hinten auf dem Sitz kleine Wasserflaschen gelegen haben und da war doch die eine, die ... Es wird doch wohl nicht?
Und prompt es war so! In der aufgekratzten und übersprühenden Stimmung hatte keiner von uns mehr auf die Flaschen geachtet und daran gedacht. Völlig „Danielisiert“ haben wir die in unserem Spieltrieb unbemerkt breitgesessen und so suppte die langsam vor sich hin und durchfeuchtete uns komplett. Da standen wir dann nach Mitternacht irgendwo im nirgendwo, aber glücklich hungrig bei goldenen „M“ mit pappnasser Hose. Es war zwar ein sehr unangenehmes Gefühl, aber dafür war der kollektive Lachanfall um so schöner und das setzte sich noch in der Lokalität steigernd fort. Wir wissen nicht, ob sich die später irgendwann zurückgelassenen, müde vor sich hin brütenden Restbesucher und das von uns leicht irritierte Personal auch das bestellt haben, was wir am Tisch hatten. Auf jeden Fall haben wir so gegen 1:00 Uhr echt den Laden noch mit oskarreifen Szenen a la Harry und Sally aufgemischt. Ich gehe jede Wette ein, um die Zeit war bei denen so was bestimmt noch nie los und wer weiß, was die dachten, wo wir entsprungen sind.

Wann wir wirklich genau angekommen sind, weiß ich nicht mehr, nur eins war klar. an Schlaf war nicht zu denken, jetzt ins Bett zu gehen für drei Stunden, das wäre genauso tödlich gewesen, wie einen ICE mit 200 Stundenkilometern auf offener Strecke mit der bloßen Hand aufzuhalten. Also, wurde die Devise „Durchhalten“ ausgegeben und die wurde auch straff mit Kaffee um 3 Uhr morgens und diversen TV-Programmen durchgehalten. Außerdem mussten eh noch die ganzen ersten und überwältigenden Eindrücke noch einmal durchgeschnattert werden und alles noch einmal Revue passieren. Da wurde gesichtet, was alles mit diversen Kameras und anderen Utensilien so verhaftet wurde und das war nicht gerade wenig, was es da noch auf Aug‘ und Ohr gab. Dann war auch die Zeit schon durch und es hieß ab zum Bahnhof und auf nach Aachen. Juhu – Klappe die Zweite!

 

Vorwort:
Es war soweit - November 2011 - Endlich! Wirklich endlich war es soweit! Jetzt war echt heißer Herbst angesagt! Von wegen grauer-kalter Monat! Der ist auf jeden Fall für mich der farbenprächtigste des ganzen Jahres 2011.
Das, auf was so lange sehnsüchtig hingefiebert und gebibbert wurde, war nun tatsächlich Wirklichkeit. Die 3. Tour von Daniel ist gestartet. Das war für mich wirklich gefühlter Wahnsinn.
und nun will ich hier und jetzt eigentlich so meine ganz persönlichen und ureigenen Eindrücke, Seelentrips und Erfahrungen über die Erlebnisse bei dieser wahnsinnig tollen Tour darüber einmal in Worte fassen, dass heißt, wenn man dass überhaupt objektiv und rational denkend kann! Das ist nämlich bei Auftritten von Daniel gar nicht so einfach, oder schon eher ein komplettes Ding der Unmöglichkeit. Da kommt man sehr schnell an den begrenzten Horizont der sprachlichen Superlative und dann bleibt nur noch fasziniertes Schweigen übrig. Da passt wirklich der Spruch: „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“ wie die berühmte Faust aufs Auge. Da gebe ich wirklich zu, teilweise da konnte ich echt nur noch „golden“ schweigen.
Und irgendwie komme ich mir jetzt auch so ein ganz klitzekleines bisschen wie ein Restaurantkritiker vor. So ein Kritikertyp, der sich überall durchfuttert, alles probiert, meckert – oder einfach völlig überrascht ist. Der auf der Suche nach dem Besonderen, nach dem Kick, nach dem Genuss, dem gewissen Etwas, dass was die berühmten „Sterne des Michelin“ ausmacht ist, oder sich als würdig erweist, diese zu besitzen. Da geht man gedanklich alle Szenarien durch, lässt sich alles wirklich regelrecht auf der Zunge zergehen, probiert, genießt und schwelgt in opulent Schönem und verliert sich in den Moment. So sind es zwar nicht die sonst üblichen Gaumenkitzler eines Kochgenies, sondern hier ergibt sich dem Betrachter, oder sagen wir eher, doch wohl dem geneigtem Zuhörer, der Genuss einer ganz anderen Art, nämlich in der Hauptsache akustisch, wenn gleich natürlich auch als Gesamterscheinung das Auge mitisst. Nur so wird eine Show auch wirklich eine völlig runde Sache.
Ganz so abwegig ist so eine Kritik eigentlich gar nicht, denn um Genuss geht es auf jeden Fall auch und zwar mit allen Sinnen. Es ist schon echt irre, wie aus einer Prise Kreativität, einem Teelöffel Ideenreichtum und enormer Willensstärke, zwei großen Esslöffeln totalem Musikgespür und einer Tüte unglaublichem Talent sowie einigen Kilos umwerfender Powerstimme, dass alles gut vermischt, ein Geschmackserlebnis der besonderen Art wird. Mit dieser Patentrezeptur ausgestattet ist es eh kein Wunder, dass Daniel da einige ehemalige Kritiker wieder locker in die Lehre geschickt hat.
Klingt irgendwie nach Schlemmerorgie? Stimmt auch irgendwie!
Ich habe absolut nichts unversucht gelassen, bei allen zehn Tour-Verkostungen unbedingt dabei zu sein und zu schlemmen. Und nachdem dann feststand, wo die Auftritte sein werden, da ging dann das planen und organisieren so richtig los. Jetzt wechselte man allerdings schnell das Metier, denn von der Leichtigkeit des Sinnestaumels ging es schnell in generalstabsmäßig durchorganisierte Tourplanung über. So ab und zu hätte ich schon fast meinen eigenen Tourmanager für diesen Tour-Feldzug gebrauchen können. Himmel, was war da aber auch alles zu beachten!
Da schwirrten dann die Schlagwörter, wie Bahn, evtl. Inlandsflug, Hotel, andere Unterkunft, Urlaub usw. durch den Kopf. Teilweise waren da ja auch ganz ordentliche Entfernungen zu bewältigen, die waren schon nicht so ohne, wenn es hieß - wo und wann ist der Auftritt und wie zum Geier komme ich bzw. wir (mein geliebter Mann treibt ja zum Glück auch jede Sau mit mir durchs Dorf) hin?
Mauelte und nörgelte man sonst aus irgendwelchen Gründen herum, wenn man sich über ein oder zwei Stunden auf der Bahn für irgendetwas anderes vergnügen musste, so war dass bei „Daniel-Events“ irgendwie immer anders. Da beliefen sich oft die Anreisen auf vier, fünf oder noch weit mehr Stunden und da kam dann für sich selbst meist nur der lapidare Kommentar „Passt schon!“

Die Etappenziele waren jetzt klar und das hieß, da musste hin, egal wie!
- 02.11.2011 Pfullendorf 19:00 Uhr, Stadthalle,
- 03.11.2011 Aachen 20:30 Uhr, Jakobshof,
- 04.11.2011 Oberhausen 20:00 Uhr, Schacht1, 
- 07.11.2011 Hamburg 20:00 Uhr, Stage Club,
- 13.11.2011 Heidelberg 21:00 Uhr, Halle 02,
- 24.11.2011 Dresden 20:00 Uhr, Tante Ju,
- 25.11.2011 Berlin 20:00 Uhr, Frannz Club,
- 27.11.2011 München 20:00 Uhr, Backstage,
- 28.11.2011 Stuttgart 20:00 Uhr, Club ZwölfZehn,
- 04.12.2011 Köln 20.00 Uhr, Yard Club

Die Wo und Wie-Fragen waren ja dann recht schnell geklärt, dass Hinkommen mehr oder weniger flott auch, denn Daniel hat eine so unglaublich gut vernetzte und durchorganisierte starke Fanbase, da kann sich sogar der Geheimdienst noch eine fette Scheibe abschneiden. Wie feine Spinnfäden durchzieht sich das feste Netz bundesweit und irgendwo ist immer jemand da, der dann der Fels in der Brandung ist und für ein Dach über den Kopf oder ruckzuck für Informationsfluss sorgt.
Aber selbst der für mich schwierigere Part für die Aktion „Tourerlebnis 2011 mit Daniel Schuhmacher“ der Urlaub im Dienstgeschäft, war mit treuherzigem Blick, kokettem Wimpernaufschlag oder leidvoller Miene irgendwie auch zu händeln und mit dem ersehntem Okay dazu musste man schon etwas die Contenance halten, um nicht gleich lauthals ein „YEAH“ dem Vorgesetzten in die Ohren zu schalmeien, oder dem gar noch um den Hals zu fallen. So, die Termine waren fix und es konnte losgehen und das alles mit dem Bewusstsein, dass Einiges schon arg einen wahrlich Harakiri-mäßigen Charakter hatte, mehr einem Himmelfahrtskommando glich und dass ‚Schlaf‘ ein Luxus war, denn man sich dieser Zeit nicht unbedingt leisten musste und sollte. Und wie sich herausstellte, war man teilweise noch so richtig gut und hart im Nehmen, die wilden Jahren waren also noch nicht vorbei – oder war man vll. gar noch mittendrin?
Und so hoffe ich, dass der geneigte Leser jetzt nicht irritiert und leicht verwundert über Begriffe, wie „ ich schwebe“, „ich war völlig verklärt“, „komplett verstrahlt“ oder „ich liebe...“ stolpert und dabei auf komische Gedanken kommt. Ich mag oder anders, ich liebe ja nun wirklich vieles, wie z. B. Vanilleeis mit heißen Himbeeren, allgemein Süßes, herrlich doppelsinnigen rabenschwarzen und bissigen Humor, den irren Duft von frischem Kaffee, mein IPhone, Original Thüringer Bratwurst, mein Lieblingshirt, welches alle Konvex- und Konkavphasen schon mitgemacht hat, Fluch der Karibik Teil 1, meine Heimatstadt das ‚Silicon Valley‘ in Thüringen, leidenschaftlich gute Musik (z. B. Queen) und ähm ja, eben…noch jede Menge mehr.
Meine Bewunderung, den größten Respekt und die vollste Anerkennung, die ich Daniel Schuhmacher zolle, lässt sich sicher immer schneller mit der Wortkreation „ich liebe“ im übertragenen Sinne beschreiben. Aber ich bin da auch ehrlich genug zu sagen, dass ich wirklich unglaublich fasziniert bin, über das was Daniel macht und bis jetzt mit Biss, Zähigkeit und eisernem Willen geschafft hat. Es begeistern und prägen einen im Leben sicher viele Dinge, aber einige sind schon außergewöhnlich und sehr nachhaltig und Daniel hat mich wirklich beeindruckt, als toller Künstler und als Person. Er hat eine unglaubliche sympathische Ausstrahlung und die wohltuende Gabe, Gefühle und Emotionen gesanglich und so stimmgewaltig rüberzubringen, hat mich komplett in den Bann gezogen, dass schaffen in der heutigen sterilen „Retorten-und-Plastik-Musik-Welt“ nur ganz, ganz wenige. Ich ziehe wirklich den Hut und sage

Respekt und Chapeau Daniel!

Und dann kam er – der erste Tourauftakt in Pfullendorf am 2.11.11

 

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Daniels erstes Buch,
geschrieben von seinen Fans (Freaks)

Drumherum_Cover"Drumherum"

Geschichten der Daniel-Schuhmacher-Fans über Freundschaften und besondere Erlebnisse
Jeder Musiker hat wohl seine Fans, doch Daniel Schuhmacher Fans sind etwas ganz Besonderes und zeichnen sich nicht nur durch ihre starke Fanbase aus.
Um den vielen verschiedenen Geschichten, die im Leben der Fans passiert sind, einen Raum zu geben, wurde nun dieses Buch erstellt.
Hier schreiben die Autoren über ihre ganz persönlichen Erlebnissen, die sie in ihrem Fandasein erlebt haben. In den Texten geht es um Freundschaften und lustige Begebenheiten, um Missgeschicke und bewegende Momente.
Daraus wurde dann ein Buch, das nicht nur für Fans lesenswert ist, sondern auch für alle Menschen, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn man dem Alltag entflieht und sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlässt - egal in welchem Alter man sich gerade befindet.

Das Buch kann bestellt werden bei “Books on Demand”.

 

Interview mit Ameli aus Marokko

Ameli ist ein deutscher Fan, die in Marokko lebt und Daniel am “Tag der Niedersachsen” in Celle am 19.06.2010 zum ersten Mal live erlebt hat. Als Überraschung haben wir für sie ein 45-minütiges Meet&Greet arangiert, von dem sie erst unmittelbar vorher erfahren hat.
Das ganze Interview gibt es hier.

 

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nächster Termin:

11.02.2012, 14:00 Uhr
Promikochen auf der Fachmesse Intergastra,

Messe Stuttgart (Flughafen)

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