Interview mit Ameli aus Marokko
Wie kamst du dazu im Ausland DSDS zu gucken? Es gab in Montenegro außer Fernsehen keine anderen Möglichkeiten der Unterhaltung. Einmal im Monat gab es mal ein Konzerte oder Theater - das war dann auch schon alles.
Wann hast du Daniel zum ersten Mal gesehen? Ich habe ihn 2009 beim Casting zum ersten Mal gesehen.
Wann wurdest du zum Fan? Beim Casting, als er „Ain’t no sunshine“ sang; das fand ich gleich so toll. Die Stimme war so unwahrscheinlich toll, als er beim Casting a capella aus dem Stehgreif gesungen hat. Dann hab ich das regelmäßig geguckt und jedes Mal gewartet, bis er auftritt. Wenn ich die Originalsendung nicht schauen konnte, dann hab ich eben die Wiederholung am Sonntag geguckt. Er hat ja auch tolle Lieder gesungen, immer gut ausgewählt und immer gut gesungen, bis auf „Sexual Healing“ vielleicht. Ich konnte ihn leider nicht unterstützen, da ich ja vom Ausland aus das Televoting nicht anrufen konnte. Da kann man nur “Daumen drücken“. Wenn man im Ausland ist, hat man wirklich sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Ich kann längst nicht alle Videos sehen. MyVideo geht nicht, MySpace hab ich komischerweise auch Probleme, obwohl ich dort angemeldet bin – wegen der Klickerei. Das liegt wahrscheinlich am Provider in Marokko. Bei Facebook konnte ich mich zwar anmelden, aber kein Fan werden von Daniel, nicht schreiben oder kommentieren.
Gibt es Stimmen in Marokko zu Daniel? Nein. Informationen gab’s nur im Internet. Ich hab dann mal gegooglet und MyBackstage gefunden. Da hab ich erst mal nur gelesen, festgestellt, dass man wenig machen kann, wenn man nicht angemeldet ist. Ich war im Leben kein Fan von irgendeinem Popstar, nur ganz früher mal im Alter von 17/18 Jahren „Theaterfan“ von Gustav Gründgens.
Wie hältst du dich auf dem Laufenden, mit wem tauscht du dich aus? Ja, dann hab ich mich halt angemeldet bei MyBackstage - jetzt Daniel onStage – und kam zum Stammtisch. Da wurde man immer bestens informiert und dort hab ich dann auch viel geschrieben. MySpace hab ich und Facebook auch. Ich rief dann Aktionen wie Balderschwang oder Tannheim vom Ausland aus ins Leben. Ich habe alles organisiert, die Leute in Deutschland vor Ort haben’s dann umgesetzt.
Wie kommst du an Musik (CD’s, Videos) von Daniel? Man kann keine CD’s von Daniel in Marokko kaufe. Ich habe sie über Amazon bestellt und zur Familie oder an die Botschaft schicken lassen. YouTube-Videos stehen zwar zur Verfügung, leider aber in schlechter Qualität. Vielfach haben die Videos beim Abspielen gehakt. Die Berichte hab ich dann natürlich gelesen und einmal habe ich übers Internet-Telefon beim Köln-Konzert mitgehört. Wenn die neue Single rauskommt bin ich Gott sei Dank noch in Deutschland, da kann ich sie ja zum ersten Mal direkt kaufen.
Was wünscht du dir für Daniels neues Album? Mein Wunsch ist, dass ihm nichts diktiert wird, dass er sich durchsetzt und das, was für ihn wichtig ist, soll drauf. Es zeichnet ihn als Künstler aus, dass er seine Ideen umsetzt, seinem Musikstil treu bleibt. Er sein Ding macht, unabhängig davon, ob es sich jetzt gut verkauft oder nicht. Das ist eben mehr Qualität.
Welche Musikrichtung hörst du sonst? Weniger Rock Pop, keine Lady Gaga z.B. In Marokko läuft mehr französische Musik. Früher hörte ich gerne französische Chansons, Blues und Soul. Ich hab eine ganze Soulsammlung. Aber ich höre auch gerne die Rockgruppe Queen. Zur Erklärung muss ich sagen, dass ich Fan von modernem Ballett bin. Es gab ein Ballett über Freddy Mercury und Mozart (Ballett for Life), darüber kam dann das Interesse an Queen.
Was erwartest Du von deinem ersten Live-Event mit Daniel? Das ist schwierig zu sagen. Ich bin erstmal sehr gespannt. Von Daniels Live-Auftritten schwärmen immer alle, sagen das ist so toll und ich kenne ja die Videos. Wenn man das selbst erlebt, ist es bestimmt was ganz anderes. Ich war noch nicht auf vielen Live-Konzerten. In Rabbat, wo ich wohne, gibt’s immer einmal im Jahr ein Festival - dieses Jahr mit Elton John, BB King, Santana. Dort kommen jedes Jahr ca. 100.000 Leuten hin. Seine Stimme bei diesen Live-Aufnahmen finde ich besser als bei den Studioaufnahmen.
Wie hast Du Daniel im Meet&Greet empfunden? Daniel ist offen, natürlich und hat keine Starallüren.
Danke Ameli für das Interview
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